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| Bolivien |
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| Generelle Informationen |
Bolivien ist ein Binnenland. Es grenzt im Westen an Peru, im Norden und Osten an Brasilien, im Südosten an Paraguay, im Süden an Argentinien und im Südwesten an Chile. Das weitgehend unfruchtbare Hochplateau Altiplano, eingefasst von den Anden, liegt etwa 4000 m ü. d. M. und macht etwa ein Drittel der Landesfläche aus. Etwa 70% der Bevölkerung leben hier, von denen fast ein Drittel Stadtbewohner sind. Die zweite geographische Region ist ein fruchtbares Tal, das zwischen 1800 m und 2700 m ü. d. M. liegt. Das feucht-tropische, bewaldete Tiefland (Llano) im Osten nimmt zwei Drittel der Gesamtfläche ein.
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Wirtschaft
Trotz zahlreicher Bodenschätze wie Erdgas, Erdöl, Blei, Wolfram, Gold, Silber, Zinn und Antimon hat Bolivien eines der niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen in ganz Lateinamerika. Am bedeutendsten ist die Zinnproduktion – Bolivien ist einer der größten Zinnproduzenten der Welt. Erdöl, Erdgas und Mineralien sind weitere bedeutende Einkommensquellen. Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Arbeitgeber, die Produktivität war bislang jedoch relativ gering. Haupterzeugnisse sind Soja, Zucker, Kaffee, Holz, Rindfleisch und Häute, die auch exportiert werden. Der florierende illegale Koka-Handel ist für zahlreiche Bauern die Haupteinnahmequelle. Die Regierung fördert allerdings mit Unterstützung der USA in verschiedenen Koka-Anbaugebieten den alternativen Anbau von Gewürzen, Obst und Tee, um den Bauern neue Einkommensquellen zu erschließen und den Kokainhandel wirkungsvoll an der Wurzel zu bekämpfen.
Klima
Gemäßigtes Klima mit großen Unterschieden zwischen Tag und Nacht. Zwischen November und März fällt der meiste Niederschlag. Die Nordosthänge der Anden sind subtropisch. La Paz wird oft als unangenehm empfunden, da die Luft durch die Höhenlage sehr dünn ist. In den Bergen wird es nachts empfindlich kühl.
La Paz
La Paz liegt 3632 m ü. d. M. und ist damit der höchst gelegene Regierungssitz der Welt. Im Hintergrund erhebt sich die imposante Silhouette des schneebedeckten, 6402 m hohen Monte Illimani. Viele Museen, die Kathedrale und die barocke Basilika Menor de San Francisco laden zur Besichtigung ein. Interessant ist auch ein Bummel auf der Avenida 16 de Julio,der Prachtstraße der Stadt. Beliebte Ausflugsziele sind der Titicaca-See, die Yungas-Täler, der Skiurlaubsort Chacaltaya und die faszinierenden Felsformationen im Valle de la Luna (»Mondtal«). Nahe dem Titicaca-See liegt Tiahuanaco, Boliviens wichtigste archäologische Stätte.
Cochabamba
Die 2558 m ü. d. M. gelegene »Gartenstadt« Cochabamba ist mit Recht stolz auf ihre lebendige Folklore und Kultur. Das Archäologische Museum verfügt über eine interessante Sammlung alter indianischer Schriftzeichen.
Santa Cruz
Das Departamento Santa Cruz ist für seinen Reichtum an Bodenschätzen bekannt. Die Stadt gleichen Namens hat in den letzten Jahren einen Bauboom erlebt, aber viele Gebäude aus der Kolonialzeit sind erhalten geblieben. Auch hier haben sich die Bewohner ihre volkstümlichen Traditionen bewahrt.
Potosi
Die Kaiserstadt Potosí liegt am Fuß des berühmten Monte Cerro Rico, was so viel wie »Berg reich an Erz« bedeutet. Die riesigen Mineralvorkommen (vor allem Silber) verhalfen der Stadt zu Wohlstand. Die Zahl der Indios, die als Sklaven in Potosís Minen starben, ist legendär. Viele Minen sind noch in Betrieb und einen Besuch wert. Zu Beginn der Kolonialzeit war Potosí die wichtigste und bevölkerungsreichste Stadt des Kontinents, heute gehört sie zu den bedeutendsten historischen Städten Südamerikas. Das »Haus der Münzen«, die alte Münzprägestätte, ist nur eines der vielen kulturhistorisch interessanten Bauwerke.
Oruro
Oruro ist eine Bergbaustadt mit vielen Zeugnissen aus der Kolonialzeit. Während des Karnevals (Febr./März) kann man hier eine der ausdrucksvollsten religiösen Folkloredarbietungen Südamerikas sehen.
Beni und Pando
Departamentos Beni und Pando: Die Departamentos Beni und Pando liegen mitten im bolivianischen Dschungel. Das »goldene« Pantiti hat viele befahrbare Flüsse und ist ideal für Wanderungen, Angel- und Bootsausflüge. Die beiden größten Städte sind Trinidad und Cobija. Ausflüge in den tropischen Regenwald mit einheimischen Führern geben einen guten Einblick in die Pflanzen- und Tierwelt.
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